10.09.2016 in Olten

Ein herzliches Dankeschön an alle, die für den Inhalt und die Durchführung der Tagung einen Beitrag geleistet haben.

Sich informieren ist die Basis für das bewusste Weitergehen

«ADHS, was nun? − Viele Therapien ausprobiert und wieder beendet?»
Wenn die Diagnose ADHS /ADS gestellt wird, stellen sich die Fragen: Wie mache ich weiter und was kann mir helfen? Heute steht ein unübersichtlicher Dschungel an möglichen Therapien zur Verfügung. Diese Vielfalt führt zu Fragen wie: Wie finde ich das Richtige? Wie gelange ich an erfahrene Therapeuten? Welchen Weg gehe ich?

Strukturierter Umgang mit ADHS
Beim Umgang mit ADHS hat sich ein multimodales Behandlungsprinzip, das sich auf der Basis von drei Säulen aufbaut, bewährt.
Die 1. Säule: Sich mit ADHS auseinanderzusetzen und dabei die Stärken und Schwächen zu analysieren, ist die Grundlage. Oft findet dies in der Phase der Abklärung statt.
Die 2. Säule: Was braucht nun der /die Betroffene, um trotz der Diagnose seinen eigenen Weg und seinen Platz in der Gesellschaft eigenständig zu finden? Hier helfen die Fachpersonen mit unterschiedlichen Therapieangeboten weiter. Gezielt das Richtige zu wählen und mit Ausdauer am Gelernten zu arbeiten ist eine Herausforderung.
In der 3. Säule steht das Umfeld des Betroffenen im Zentrum. Was brauchen die Eltern, die Lehrpersonen, der Arbeitgeber, das System um ein gelingendes Umfeld zu schaffen? Es ist sorgfältig abzuwägen, wer durch wen mit welchen Informationen bedient wird. Denn die Schule, das private Umfeld oder der Arbeitgeber der betroffenen Person können entscheidend durch ihr Verhalten beitragen, dass eine positive Entwicklung gelingen kann.
Wenn Bezugspersonen auch bewusst zu sich selber schauen, kann das als Vorbildverhalten schon einiges bewegen. 
Elpos (Schweizerische ADHS-Organisation mit den Regionalvereinen) kann Ihnen mit Unterstützung durch Beratung, Information und Weiterbildungsangeboten weiterhelfen. www.elpos.ch

xeiro ag